Haarseife richtig anwenden

26.11.2019

Vor einiger Zeit habe ich einen Blog-Artikel zum Thema Haarseife vs. festes Shampoo verfasst. Darin werden die Unterschiede dieser beiden Haarwaschmittel erklärt.

Nun möchte ich aber ganz konkret auf die richtige Handhabung mit Haarseife eingehen, denn mein Sortiment hat sich um Haarseifen erweitert. Das freut nicht nur mich, sondern auch meine KundenInnen. Allerdings ist die Anwendung mit Haarseife nicht ganz so einfach wie mit normalem oder festem Shampoo. Ein paar Tricks hier und ein paar Tipps dort und ihr werdet sehen, am Ende ist es gar nicht so kompliziert ;-)

Zu aller erste möchte ich festhalten, dass all unsere Haare und (Kopf)haut unterschiedlich sind. Wir brauchen alle etwas anderes an Pflege oder Reinigung. Was nicht heißt, dass es unmöglich ist, das richtige für einen zu finden. Lediglich kann es etwas dauern. Gerade bei Haarseife lese und höre ich immer wieder folgenden Satz: "Ich hab schon so viel probiert, aber nichts hat geholfen." Ich sage dann immer: "Dann war noch nicht die richtige (Haar)Seife für dich dabei."

Aber warum ist es so schwer eine gute Haarseife zu finden? Nicht jedes Haar mag jedes Öl bzw. jede Überfettung. Es gibt Leute die sagen, dass sie nur mit einer niedrigen Überfettung zu recht kommen. Dann gibt es aber wiederum viele Frauen, die, auf Grund ihrer krausen Naturlocken, hoch überfettet Haarseifen brauchen.

So unterschiedlich und individuell, wie wir alle sind, so sind es auch Haarseifen von "Mein Glücksmoment".

Bitte werft also nicht gleich die Flinte ins Korn, wenn ihr mit einer Haarseife mal nicht so toll klar kommt. Probiert euch durch. Testet unterschiedliche Öle. Testet unterschiedliche Überfettungen und das wichtigste: die Kreiswäsche.

Die Kreiswäsche bezeichnet ein Verfahren, bei dem zwischen unterschiedlichen Haarseifen immer wieder gewechselt wird. Einmal wird mit einer Haarseife gewaschen, die z.B. 5% überfettet ist, dann wieder mit einer, die z.B. 15% überfettet ist. Das hat den Sinn, dass sich die Haare nicht zu sehr an eine Seife gewöhnen und plötzlich nicht mehr schön werden. Genauer möchte ich in einem nächsten Blog-Artikel darauf eingehen.

Doch bevor ihr mit Haarseife startet, empfehle ich immer eine Haarwäsche mit Natron zu machen. Natron wäscht Stylingrückstände aus den Haaren. Es fungiert quasi als Tiefenreinigung. Aber bitte wirklich nur einmal damit waschen. Bei Kauf achtet bitte darauf, dass ihr wirklich reines Natron habt und kein Backpulver, wo noch allerhand andere Zusätze drin sind. Im Lebensmittelmarkt wäre es zb das "Kaisernatron" (findet ihr bei den Backzutaten). Oder - und das würde ich empfehlen - schaut in die nächste Apotheke und kauft es dort. Es wird zwar etwas teurer sein, dafür qualitativ hochwertig.

Danach könnt ihr mit Eurer Haarseife starten.

Wichtig: Gut aufschäumen. Ihr braucht wirklich sehr viel Schaum. Am besten Schaumberge :-) 

Danach gut in die Kopfhaut einmassieren und gleichmäßig im Haar verteilen. Beim Ausspülen ist es wichtig einen möglichst harten und kühlen Wasserstrahl zu nutzen, damit ihr die Seife komplett aus den Haaren bekommt.

Anschließend empfiehlt es sich eine sauer Essigrinse (1-2 EL Essig mit ca. 1 Liter kühlem Wasser mischen) zu machen. Diese wird ein paar Mal über den Kopf und über die Haare gekippt. Der Essig hilft die Schuppenschicht der Haare wieder zu schließen (diese ist durch die Anwendung mit Haarseife offen) und gleicht zusätzlich den PH-Wert der Kopfhaut wieder aus. Auch eventuelle Kalkrückstände und Seifenreste werden dadurch ausgespült.

Die saure Essigrinse wird nicht ausgespült und der Geruch verfliegt, sobald die Haare trocken sind.

Habt ihr noch Fragen zum Thema Haarseife? Dann stellt sie mir doch auf Facebook oder hinterlasst mir einen Blog-Kommentar :-)